Wochenbeitrag: RWE und E.ON - überraschende Türme in der Schlacht

Nicht nur der Januar 2016 war für Börsianer ein schwieriger Monat, auch der Februar fing schwach an. Der DAX verlor in der ersten Woche rund fünf Prozent, damit summiert sich das Minus seit Jahresbeginn auf fast 14 Prozent. Das aktuelle Umfeld verunsichert Anleger, jüngstes Beispiel sind die US-Arbeitsmarktdaten aus dem Januar vom vergangenen Freitag. Hier lag die Zahl der neuen Arbeitsplätze zwar unter den Erwartungen, aber der Stundenlohnzuwachs war so kräftig, dass Zinserhöhungen in den USA wieder wahrscheinlicher geworden sind. Nach zuvor schwächeren Wirtschaftsdaten hatten Anleger Zinserhöhungen für 2016 weitestgehend ausgepreist. Daher ist es nicht verwunderlich, dass im DAX nur zwei deutliche Gewinner zu finden sind: RWE und E.ON.
Die beiden Versorger überraschen mit diesem Plus, denn im vergangenen Jahr gehörten sie noch zu den schwächsten Performern im deutschen Leitindex. Anleger verteilen bereits Vorschusslorbeeren. Denn die Versorger wollen sich neu aufstellen und den Konzernteil, der die Atomenergie bewirtschaften soll, in eine separate Gesellschaft einbringen. Seit Monaten wird mit der Bundesregierung verhandelt, wie die Gesellschaften ihre atomaren Altlasten einbringen können. Nun zeichnet sich Zeitungsberichten zufolge ein Kompromiss ab, bei dem RWE und E.ON in einen milliardenschweren Fonds einzahlen sollen, der teilweise aus den Rücklagen der beiden Unternehmen gebildet wird. Damit sollen die Kosten für die Zwischen- und Endlagerung von radioaktiven Abfällen bezahlt werden. Der Rück- und Abbau der Atomkraftwerke wird aber wohl in der Verantwortung der Unternehmen bleiben. Wie hoch und ob die Einlagen in den Fonds begrenzt sein werden, ist derzeit noch unklar.
Europa für die Versorger bedeutend
Damit sich der Aktienkurs der beiden Versorger allerdings längerfristig positiv entwickelt, muss auch die Konjunktur hierzulande mitspielen. Denn beide Unternehmen erzielen einen Großteil ihrer Einnahmen in Europa. Positiv ist auch eine Erholung des Ölpreises, der einen Einfluss auf die Strompreise hat. Sie dürften bei einem steigenden Ölpreis nach oben drehen, weil E.ON und RWE die höheren Rohstoffpreise an ihre Kunden weitergeben können. Dann könnte auch die Rally noch beeindruckender werden.

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